Geschäftsmodelle für Smart Services: Workshopreihe erfolgreich gestartet

Um Smart Services in einer Smart Living KI-Plattform langfristig zu etablieren, spielen Geschäftsmodelle eine entscheidende Rolle. Angestoßen vom ForeSight Teilprojekt „Smart Service Engineering“ erfolgte Mitte September der Auftakt zur Workshopreihe Geschäftsmodelle unter Beteiligung der Konsortial- und assoziierten Partner sowie der Begleitforschung des BMWK. Im Fokus des ersten Workshops stand die Analyse ausgesuchter Use Cases mit Blick auf das Wertversprechen.
JESHOOTS.COM / Unsplash

Die Entwicklung innovativer Services ist insbesondere in heterogenen Ökosystemen von einer hohen Komplexität geprägt. Stakeholder unterschiedlicher Disziplinen müssen ihre Kompetenzen in einem nutzenstiftenden, für jedes beteiligte Unternehmen wirtschaftlich tragfähigen Angebot bündeln. Das diese Aufgabe erfolgsversprechend ist, zeigt die Liste der beteiligten Partner in ForeSight. Das Teilprojekt „Smart Service Engineering“ unter Leitung der DFKI-Forschungsgruppe Smart Enterprise Engineering widmet sich dieser umfassenden Wertschöpfungskette. Angefangen von der Ideenfindung über die Geschäftsmodellentwicklung bis zum Roll-Out bzw. der Wartung der Smart Services werden die verschiedenen Phasen untersucht und für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle adaptiert.

Als Teil dieser Zielsetzung ist unter Beteiligung der Konsortialpartner DFKI, Strategion GmbH und Universität Frankfurt eine Workshopreihe aufgesetzt worden, in der unter Moderation der Begleitforschung (Institut für Innovation und Technik (iit)) die verschiedenen Aspekte von Wertversprechen bis zu Wertschöpfungsnetzwerken beleuchtet und erarbeitet sowie anschließend in tragfähige Geschäftsmodelle überführt werden.

Erster Workshop startete Mitte September

Mit Hilfe der Value Proposition Canvas (VPC) wurden im ersten Workshop Mitte September die Wertversprechen ausgesuchter ForeSight Use Cases diskutiert. Hierzu zählten Ambient Assissted Living (AAL), Predictive Maintenance sowie der intelligente Gebäudepförtner. Im Fokus standen das Kundenprofil auf der einen sowie das Wertversprechen auf der anderen Seite, zwischen denen ein größtmöglicher Fit erreicht werden soll. Insbesondere im Ökosystem Smart Living ist es hierbei von Bedeutung, unter den Kunden nicht ausschließlich Bewohnende (Endkunden/Verbraucher; B2C) zu verstehen, sondern auch B2B-Beziehungen zu betrachten. Am Beispiel des intelligenten Gebäudepförtners wird dies deutlich: Er dient zum einen den Bewohnenden als Zugangssystem, ermöglicht Unternehmen (bspw. Lieferdienste) jedoch ebenso neue Geschäftsmodelle (bspw. Lieferung in Abwesenheit), in denen sie als Nutzer des Pförtners auftreten.

Das von der Begleitforschung konzipierte und moderierte Online-Format des Workshops wurde von den Teilnehmenden sehr gut angenommen. Die in Kleingruppen gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse wurden mit einer gegenseitigen Präsentation vor dem gesamten digitalen Plenum abgerundet.

thisisengineering-raeng-uOhBxB23Wao-unsplash
ThisisEngineering RAEng / Unsplash

Nächster Workshop thematisiert die Wertschöpfungsnetzwerke

Der nächste Termin der Reihe wird die Wertschöpfungsnetzwerke in Smart Living thematisieren, zu dem alle Konsortial- und assoziierten Partner eingeladen sind. Nähere Informationen und zeitliche Eckdaten werden, sobald bekannt, unter Termine & Events im ForeSight-Newsroom bekannt gegeben. 

Ansprechpartner

Simon Hagen

Leitung Teilprojekt 7

Verantwortlich für Smart Service Engineering und Geschäftsmodelle.

simon.hagen@foresight-plattform.de

Weitere Beiträge

foresight

ForeSight Zwischenbilanz 02/2022

Im zweiten Quartal 2022 wurden insbesondere der ForeSight Dataspace und die Toolbox optimiert. Die Anbindung mehrerer Systeme, darunter auch des Konsortialpartners easierlife, in Testhaushalten des DFKI führte zu einer verbesserten Evaluation der IoT on Edge und – IoT Devices. Außerdem wurden die Sicherheitsanforderungen bei der Plattform-Authentifizierung sowie Nutzer- und Service-Autorisierungen angepasst. Im Semantic Building Labor wurden die zwei intelligenten Services „Notfallerkennung“ und „intelligenter Gebäudepförtner“ verbunden und damit ein neuer Use Case realisiert.

Semantic Building Labor

Semantic Building Labor: Neue Geräte, Konnektoren und technische Weiterentwicklungen

Im Rahmen des KI-Foschungsprojekts ForeSight stellt das Semantic Building Labor in Berlin eine herstellerneutrale Laborumgebung dar. Es bietet eine Reihe von Referenzgeräten aus dem Bereich Smart Home und Smartbuilding, die über SENSE-WoT beschrieben sind und nicht nur vor Ort, sondern aus der Ferne (Remote) zur Verfügung stehen. Die verfügbaren Geräte werden laufend ergänzt und semantische Beschreibungen sowie Konnektoren weiterentwickelt. Damit soll die Entwicklung intelligenter Services in einem heterogenen Umfeld mit lokalen und cloudbasierten Komponenten unterstützt werden.

Digitaler Zwilling

Die Rolle des digitalen Zwillings im ForeSight Dataspace

Nachhaltigkeit, Resilienz und Digitalisierung sind die drei Themen unserer Zeit und können – zusammen gedacht – erhebliche ökologische und ökonomische Vorteile für Wohngebäude schaffen. Als Zukunftsthemen erscheinen sie oft zu groß für ein einzelnes Unternehmen oder einen einzelnen Vermieter oder Hausbesitzer, daher ist es so wichtig, in einem Forschungsprojekt wie ForeSight die wesentlichen Punkte für eine gewerkeübergreifenden Ansatz aufzuzeigen. Der digitale Zwilling spielt bei diesen Themen eine Schlüsselrolle. Deswegen ist er zentraler Bestandteil des ForeSight-Datenraums.