Weg in die Praxis

Die neuen KI-Methoden, die im Rahmen von ForeSight entstehen, müssen unter anderem Situations- und Umgebungsveränderungen erkennen, adäquat mit Nutzern interagieren und auch Wohnungsunternehmen im wirtschaftlichen Betrieb unterstützen. Um das zu ermöglichen, erprobt ForeSight die neu entwickelten KI-basierten Technologien in mehreren Stufen. Eine besondere Rolle spielt das SENSE-Labor in Berlin. Hier entstehen aus einer engen Zusammenarbeit unterschiedlicher Organisationen bereits erste Prototypen für neue KI-Anwendungen. Haben sich diese im Labor bewährt, folgt der Alltagstest in bewohnten und unbewohnten Musterwohnungen, wie beispielsweise im „Future Living® Quartier“ in Berlin-Adlershof.

Der Fahrplan bis 2022

ForeSight Roadmap
Smarte Gebäudebewirtschaftung
Smartes Energiemanagement
Intelligenter Gebäudepförtner
Smarte Assistenz

Unsere Use Cases im Überblick

Das Gebäude überwacht und bewertet seine Betriebs-, Wartungs- und Konfigurationsabläufe eigenständig. Ziel ist es, mögliche Störungen frühzeitig zu erkennen und Probleme entweder nicht auftreten zu lassen oder sie zeitnah zu beheben. Dabei interagiert das Gebäude nicht nur mit den hier verbauten Systemen, sondern auch mit den Mietern. So werden Betriebskosten gesenkt und die Zufriedenheit der Bewohner gesteigert.

Beim KI-gestützten Energiemanagement und –monitoring spielt das Nutzungsverhalten der Hausbewohner eine zentrale Rolle für die energetische Gebäudeoptimierung. Die KI-Methoden werden außerdem auf automatisierte Heizungssteuerung, Lastmanagement oder die Energieverbrauchsanalyse im intelligenten Gebäude angewandt. Ziel ist es den Energieverbrauch der gesamten Anlage zu optimieren. Das schont gleichzeitig Klima und Geldbeutel. 

Ein smartes Zugangssystem überwacht den Eingang oder die Garage, erkennt autorisierte Personen und ermöglicht dann den Zugang zum Gebäude. Überschreitet ein Besucher ihm gewährte Zutrittsberechtigungen, registriert der intelligente Gebäudepförtner dies und informiert beispielsweise den Sicherheitsdienst. Das auf KI-Technologie basierende Zugangssystem erlaubt es künftig, Liefer- und Postdienste, Mieterwechsel oder Wartungstermine vollkommen anders an die Bedürfnisse der Benutzer anzupassen.

In diesem Use Case wird die Küche zum Thinking Object weiterentwickelt. Sie erkennt die Vorräte im Kühlschrank, schlägt individuell auf die Bedürfnisse der Bewohner passende Rezepte vor und kümmert sich um die Bestellungen und Einkäufe. Die Küche interagiert auch mit anderen Elementen in der Wohnung, erfasst unnormales Verhalten und ist so in der Lage bei einem häuslichen Unfall einen Notruf abzusetzen.

Vom Labor zur bewohnten Wohnung

KI soll unser Leben und Wohnen bereichern. Dazu braucht es mehr hersteller- und branchenübergreifende Systeme, die die heutigen marktüblichen Insellösungen ergänzen. Die Forschung dazu darf nicht in der Entwicklung theoretischer Modelle stehenbleiben, sondern muss ihren Weg in die Praxis finden. Aus diesem Grund ziehen Wohnungswirtschaft, Elektroindustrie, Unternehmen und Wissenschaft bei ForeSight an einem Strang. Die hier entwickelten KI-Methoden werden zunächst im Labor, dann in Musterwohnungen und schließlich in Umgebungen mit realen Bewohnern getestet. Unsere Partner berücksichtigen dabei die verschiedenen Reifegrade der KI-Services und Module sowie die Anforderungen an den Datenschutz in real bewohnten Gebäuden.

Labore

Deutschlandweit stehen im Rahmen von ForeSight mehrere Labore zur Verfügung, in denen risikofrei technische Bausteine getestet und erprobt werden können. Dies sind:

  • (DFKI, Saarbrücken)
  • Transfer Lab Smart Living (DFKI, Osnabrück)
  • Semantic Building Labor (Fachhochule Dortmund)
  • Living Lab (FAPS, FAU Nürnberg)
  • Semantic Building Labor aus dem BMWi-Projekt SENSE (IoT Connctd & ZVEI, Berlin)

Unbewohnte Testwohnungen

Nächste Stufe in der Digitalisierung von Gebäuden und deren Prozessen ist die Erprobung der KI-Methoden in unbewohnten Testwohnungen. Sie liefern eingeschränkte Echtdaten aus der Gebäude- und Smart Home-Technik, erweitert um die Nutzungsdaten der Testpersonen. Im ForeSight-Konsortium stehen dafür zwei Wohnungen der GSW bereit

Bewohnte Wohnungen

Um realistische Anwendungen und die Analyse der Akzeptanz bei Bewohnern und Mitarbeitern geht es ab Mitte 2021 in der dritten Stufe. Bewohnte Wohnungen bieten Echtdaten von Smart Building-, Smart Home-, Smart Mobility- und Smart Energy-Lösungen und Nutzungsdaten von Mieterinnen und Mietern. Bei ForeSight werden hierfür zwei Wohnumgebungen genutzt:

Projektpartner werden

Die Partner der ForeSight-Plattform entwickeln neue KI-Methoden und ermöglichen, daraus Geschäftsmodelle für sogenannte Smart-Living-Anwendungen abzuleiten. So können auch Technologie- und Dienstleistungsunternehmen von ForeSight profitieren. Schon jetzt haben zahlreiche Unternehmen und Institutionen ihr Interesse bekundet, sich als assoziierte Projektpartner zu beteiligen. Wenn auch Sie mit Ihrer Organisation ein Teil von ForeSight sein wollen, kontaktieren Sie uns!