ForeSight - Zwischenbilanz 03/2021

Die ForeSight-Plattform ist in einer ersten vollständigen Version einsatzbereit und in Teilen Gaia-X-kompatibel. Zahlreiche Unternehmen sind als assoziierte Partner in das Projekt aufgenommen und erste externe Lösungen, Portale und Plattformen aus diesem Umfeld sind an die ForeSight-Plattform angebunden. Initial konnte im Use Case „Aktivitätenerkennung und lebensbegleitende Assistenz“ die Offenheit der ForeSight-Plattform demonstriert werden.
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ForeSight erarbeitet die Grundlagen für ein offenes, Gaia-X-konformes Datenökosystem für die Domäne Smart Living und setzt sie in der ForeSight-Plattform um. Das Datenökosystem umfasst neben den Daten aus Smart Living Komponenten und Geräten auch die notwendigen KI-Methoden zur Datenabstraktion und Auswertung. Der Vorteil eines solchen Datenökosystems liegt in der branchenübergreifenden Vernetzung aller wichtigen Player aus dem Bereich Wohnungs– und Gebäudewirtschaft, Elektroindustrie, Digitalwirtschaft, Wissenschaft und HandwerkDafür sorgt u.a. auch die stark gewachsene ForeSight-Community mit den assoziierten Partnern und der Gaia-X Arbeitsgruppe Smart LivingDie ForeSight-Plattform bietet alle benötigten Datenressourcen und KI-Basisservices an, die wir zur Entwicklung intelligenter Smart Living Services brauchen.  Sie zeigt exemplarisch, wie Smart Living Daten in eine Gaia-X-konforme Plattform fließen und wie sie verwaltet, semantisch annotiert und in KI-Services genutzt werden können. Die ForeSight-Plattform besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten, die in einer Toolbox zusammengefasst sind. Diese sind der Datentransfer mit semantischer Annotation, die digitalen Zwillinge mit einer Registry zur Verwaltung und Suche semantisch beschriebener Komponenten sowie die KI-Basisservices, die sich im Projektverlauf kontinuierlich weiterentwickeln.  Im letzten Quartal lag ein besonderes Augenmerk auf den digitalen Zwillingen zur strukturierten Datenverwaltung sowie auf grundlegenden KI-Methoden und deren Umsetzung in BasisservicesDie ForeSight-Plattform wird kontinuierlich um weitere Datenressourcen erweitert und ermöglicht die Anbindung externer Plattformen. 

In einem ersten Use Case „Lebensbegleitende Assistenz“ wurde die Plattform erprobt. Mit Hilfe des Einsatzes von neuronalen und regelbasierten KI-Methoden soll in diesem Fall ein selbstständiges und sicheres Leben in den eigenen vier Wänden auch bei einem erhöhten Assistenzbedarf ermöglicht werden. Im Mittelpunkt der Forschung steht die Erkennung von grundlegenden Einzel- oder ganzen Tagesabläufen in Wohnungen und typischen Verhaltensmustern der Bewohnenden – realisiert als Basisservices. Dafür wurden bereits bewohnte Testwohnungen mit der entsprechenden Sensorik ausgestattet und eine Bedienoberfläche für die Steuerung eines Gesamtsystems entwickelt. 

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Sollte es im gelernten “normalen” Tagesablauf zu Abweichungen kommen und die Haustüre beispielsweise ungewöhnlich lange offenstehen, erzeugen die integrierten Services ein Alarm-Event und senden diese an die hinterlegte Plattform. Daraufhin wird automatisch eine Kette an weiteren Maßnahmen angestoßen:  Ein cloudbasierter Sprachservice ermöglicht zunächst mit dem Bewohnenden Kontakt aufzunehmen und sich nach seinem Wohlbefinden zu erkundigen. Sollte eine Antwort des Befragten ausbleiben und die Türe weiterhin offenstehen bleiben, wird eine entsprechende Community über den ausgelösten Alarm informiert, um sich dem Fall anzunehmen. Die Umsetzung des Use Cases erfolgte mit der hakisa-Community-Plattform, die erfolgreich an die ForeSight-Plattform angebunden werden konnte. Im letzten Quartal wurde die ForeSight-Plattform zudem um eine Verbindung zur C&S Plattform ergänzt. Die C&S Plattform ist eine professionelle Pflegeplattform, in der Pflegekräfte Angaben zu den durchgeführten Tätigkeiten und für die Pflege relevante Informationen hinterlassen können. Die hinterlegten verschiedenen Einträge können nun auch in der ForeSight Plattform verfügbar gemacht werden und als Trigger z.B. für eine Alarmierungsverzögerung bzw. Beschleunigung verwendet werden.

Im nächsten Schritt werden die geplanten anderen Use Cases mit und in der Plattform realisiert. 

Weitere Beiträge

ForeSight Zwischenbilanz 03/2022

Vernetzung lautet das große Thema des dritten Quartals 2022 bei ForeSight. Die Konsortialleitung präsentierte das vom BMWK geförderte KI-Forschungsprojekt unter anderem auf den Tagen der digitalen Technologien im Forum Nachhaltigkeit, auf dem IFA Berlin 2022 – Gemeinschaftsstand des ZVEI/VDE/ZVEH und auf einer fünftägigen Roadshow durch die Schweiz. Auf Projektebene wurden die Use Cases Notfallerkennung und Wasserleckage miteinander verbunden und verschiedene Arbeitspakete finalisiert. Die Entwicklungen zum Submetering, insbesondere die Quality-of-Service Parameter und die Standardisierung der M-Bus Kommunikation sowie die technische Integration der Prototypen in die Projekt-Labore wurden nahezu abgeschlossen.

Delegierte der Roadshow durch die Schweiz

ForeSight auf Roadshow durch die Schweiz

Auf Einladung des Forums Digitale Technologien (FDT) trat eine deutsche Delegation vom 5. bis 9. September 2022 eine Reise durch die Schweiz an. Ziel war es sich zu vernetzen und die spannendsten Projekte aus den Bereichen Smart Building und Quantencomputing kennenzulernen. Mit dabei: ForeSight. Die Konsortialleitung zeigte die im Projekt entwickelten Lösungsansätze zur KI-gestützten Digitalisierung von Wohngebäuden und gab Einblicke zur nachhaltigen Verstetigung des Projekts sowie dessen Bedeutung für smarte Gebäude der Zukunft.

Erster Messetag und volle Vorfreude bei den Beteiligten Dr. Simon Hagen (DFKI), Michael Schidlack, FE-ZVEI / Konsortialleitung ForeSight und Dr. Klaus Glasmacher (BMWK).

ForeSight präsentiert sich auf der IFA Berlin 22

Das vom BMWK geförderte KI-Forschungsprojekt befindet sich auf dem Gemeinschaftsstand des VDE/VDI/ZVEI in Halle 20 / Stand 303, direkt am Messeeingang Nord des Berliner Messegeländes. Vom 2. bis 6. September 2022 stellen Expert:innen die Plattformelemente ForeSight Dataspace, ForeSight Toolbox und ForeSight Community vor. Am Eröffnungstag der Messe traf die ForeSight-Konsortialleitung den BMWK Vertreter Dr. Klaus Glasmacher.